Ein Schuppen mit Schätzen

Es war 1975, ich war damals 11 Jahre alt, als in „unserem Hinterhof” (zwischen den Häusern in der Weidengasse (Łąkowa) und den Häusern in der Szuwary-Straße) neue Kohlenzellen aus Ziegeln gebaut wurden. Die vorherigen waren recht provisorisch und aus Holz gebaut. Unsere war sogar aus Brettern eines Eisenbahnwaggons gebaut, wie die entsprechenden Aufschriften auf den Brettern vermuten ließen.
Kalendarz z 1975 roku
Vater beschloss, dass wir in dieser neuen Zelle ein spezielles Loch in den Boden machen würden, um Kartoffeln für den Winter zu lagern. Genau wie in dem vorherigen Schuppen aus Holz. Vater schaufelte und ich trug den Schutt und die Erde weg. Das Loch war etwa 80 cm tief und war rechtseckig 70 cm x 80 cm. In diesem Loch haben wir verschiedene Schätze gefunden.
Das erste, was wir ausgruben, waren zwei Transparente der Naziorganisation TODT. Auf dem grünen Stoff befand sich ein Hakenkreuz in einem Aluminium-Zahnrad. Der Stoff und die Holme waren stark beschädigt und verrottet. Und die Aluminiumschilder waren stark korrodiert. Dennoch war alles gut lesbar und ließ keine Illusionen über die Inschriften aufkommen.
Als Nächstes kramte mein Vater ein in Leder gebundenes und mit silbernen Schnallen verschlossenes Buch hervor. Das Buch war aufgeweicht und zerknittert, so dass es in seinen Händen auseinanderfiel.
Es gab auch eine Menge loser Gewehrmunition und eine ganze Reihe von Gasmasken. Es gab auch einzelne Porzellanstücke: eine Zuckerdose, einen Teller, Tassen und ein paar deutsche Münzen. Einige von ihnen waren sogar aus Silber.
In dem Loch befanden sich auch ein paar Flaschen Wein, die ich wegwerfen sollte, weil mein Vater meinte:

Der Wein sei eine Hinterlassenschaft der Deutschen und könnte vergiftet sein.

Wir fanden darin auch einen Aschenbecher aus schwarzem Marmor, der viele Jahre lang in unserem Haus benutzt wurde.
Ich habe mich immer gefragt, wie es auf so engem Raum so viele Schätze geben kann. Aus den Erzählungen älterer Anwohner erfuhr ich, dass die Mauer des Gebäudes auf der Seite des Hofes abgerissen wurde /eingestürzt ist?/. Und vielleicht ist der Inhalt der Wohnungen einfach in den Hof „geschwappt“. Was das Vorhandensein von Münzen und Wein betrifft, so gab es Gerüchte, dass sich in dem Gebäude im Erdgeschoss vor und während des Krieges eine Gaststätte befand (heute befindet sich hier ein Postamt).
Viele Jahre später besuchte ich das Museum der Freien Stadt Danzig. Dort kam ich mit einem Angestellten ins Gespräch und erzählte ihm von diesem Fund von vor vielen Jahren. Der Herr fragte mich nach meiner Adresse. Und dann brachte er ein Adressbuch aus dem Zeitraum 1936-1941 /hier kann ich mich in den Jahrbüchern leicht irren/, in dem tatsächlich stand, dass es unter dieser Adresse ein Bistro und ein Kolonialwarengeschäft gab.

Co mieściło się na przedwojennej Łąkowej pod numerem 7?

Weidengasse 7. oder die heutige Łąkowa 7. Im Adressbuch von 1937-1938 steht tatsächlich, dass unter dieser Adresse das Kolonialwarengeschäft von Herbert Henning und das Restaurant von Oskar Jaquet betrieben wurden.

Co mieściło się na przedwojennej Łąkowej pod numerem 7?

Weidengasse 7. oder die heutige Łąkowa 7. Im Adressbuch von 1940-1941 sieht man, dass unter dieser Adresse weiterhin das Restaurant von Oskar Jaquet betrieben wurde.

Bis heute juckt es mich, den Rest des Hofes auszugraben und die restlichen Schätze zu entdecken. Leider sind sie seit Jahren von einer dicken Betonschicht bedeckt.

Es erinnerte sich: Zbyszek Wolak
Übersetzung – Andreas Kasperski.

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