Wer erinnert sich noch an diese Schwimmbäder?
Es sind nicht viele Informationen über diese Schwimmbäder erhalten geblieben. Und deshalb ist jede Erinnerung an sie – in einem so heißen Sommer wie diesem – für uns wie ein erfrischendes Bad im Schwimmbad.
Nach unseren Erkenntnissen standen den Einwohnern der Niederstadt und Umgebung in der Zeit der Volksrepublik Polen zwei nebeneinander liegende Schwimmbäder zur Verfügung – eines zum Schwimmen und eines mit Planschbecken für Kinder. Beide befanden sich beim Danziger Verein „Wybrzeże” in der Reduta Żbik-Straße.
Wir sind auf die Information gestoßen, dass sie am Mittwoch, dem 26. Juni 1968, eröffnet wurden. Diese Schwimmbäder waren damals Teil des Spielplatzes und der Spielanlagen am Stadion des GKS „Wybrzeże”. Zu den übrigen Anlagen gehörten Wege zum Fahrradfahrenlernen, Spielplätze und Sandkästen für Kleinkinder. Der Vereinsvorstand stellte mit Hilfe des MKKFiT Rettungsschwimmer und Schwimmlehrer zur Verfügung. Wir haben jedoch Zweifel an diesem Datum, da wir wissen, dass ein Jahr zuvor (am Samstag, dem 25. und Sonntag, dem 26. August 1967) in diesem Schwimmbad im Rahmen einer Sommeraktion Schwimmwettkämpfe für Kinder stattfanden. Vielleicht wurde also 1968 der erwähnte Spielplatz, zu dem das zuvor bestehende Schwimmbad gehörte, offiziell eröffnet. Vielleicht kann uns jemand von Ihnen helfen, unsere Zweifel auszuräumen.
Geben wir nun den Erzählerinnen und Erzählern das Wort und ordnen ihre Erinnerungen chronologisch nach dem Zeitraum des Bestehens des jeweiligen Schwimmbads:
Elżbieta Woroniecka erinnert sich an diesen Ort wie folgt:
Als Kind ging ich in dieses kleine… Es roch nach Chlor und erinnerte eher an warme Suppe, und alles, was ich anhatte, plus mein Handtuch, musste sofort nach meiner Rückkehr nach Hause gewaschen werden, und ich musste erneut baden… in der Badewanne. Aufgrund der Entfernung von meinem Wohnort war es jedoch eine Attraktion. „Baczek“ (Badestelle am Mottlau-Umfluter) war zu nah.
Andrzej Morze sagt kurz:
Als ich klein war, ging ich mit meiner Mutter in die Schwimmbäder in der Nähe des Motorcross-Stadions. Eines war sehr flach, für kleine Kinder, und das andere war größer und tiefer.
Katarzyna Gwoździńska nutzt die Erinnerungen des Vaters ihres Freundes:
Ich kann nicht viel zu diesem Schwimmbad beim GKS sagen. Als Kind erinnere ich mich, dass ich dort geschwommen bin. Ein Schwimmbecken war groß und ziemlich tief. Und das kleine Schwimmbecken, also das Planschbecken, war für die Kleinen. Ich erinnere mich, dass es auch Duschen gab. Und hinter dem Zaun wohnte meine Tante. Ich hatte also einen Ort in der Nähe, an dem ich mich ausruhen konnte.
Danuta Płuzińska-Siemieniuk hat es mit eigenen Augen gesehen:
Ich erinnere mich genau an das Schwimmbad, wie es auf dem Foto zu sehen ist. Ich assoziierte es mit einer schönen Pfütze, in die man über eine Treppe hinunterstieg. Die Frösche hatten dort ihren Spaß und die Kinder wunderschön nasse Füße. Leider gab es dort sehr viel Glas von zerbrochenen Flaschen und man musste vorsichtig sein. Ich erinnere mich, dass das Gelände stark vernachlässigt war. Das war wohl das Ende dieses Ortes.
Jacek Górski erinnert sich an die Mitte der 90er Jahre:
Ich hatte keine Ahnung, dass es neben dem Stadion irgendwelche Schwimmbecken gab. Ich habe sie erst bei Spaziergängen mit meinem Hund entdeckt. Ich erinnere mich, dass damals nur noch Frösche darin badeten. Aber was für Konzerte sie auf diesem steinernen Boden gaben… Man konnte sie von weitem hören.
Anna Nawrocka-Morze erinnert sich an die Worte ihres Mannes Andrzej. Derselbe, der zuvor davon erzählte, wie er mit seiner Mutter ins Schwimmbad ging.
Mein Mann Andrzej erzählte mir, dass diese Schwimmbäder Ende der 90er Jahre abgerissen und die Trümmer abtransportiert wurden. An dieser Stelle baute er, als er damals bei GKS arbeitete (um die Wende vom 20. zum 21. Jahrhundert), zusammen mit anderen Mitarbeitern eine Mini-Sandbahn. Diese Bahn existiert bis heute.
Gemeinschaftswerk: Geschichtserzähler der Niederstadt in Danzig.
In der Studie wurden Notizen aus dem „Dziennik Bałtycki”, Nr. 201 von 1967, S. 2, und dem „Dziennik Bałtycki”, Nr. 151 von 1968, S. 7, verwendet.
Das einzige uns bekannte Nachkriegsfoto des Schwimmbads neben dem Motorcross-Stadion stammt aus dem 1993 erschienenen „Danziger Hauskalender” (S. 91). Der Autor ist Henning Ruhnke. Vielleicht haben Sie andere Fotos und möchten uns Ihre Aufnahmen von diesen Schwimmbädern zur Verfügung stellen?…
Übersetzung – Andreas Kasperski.
